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Beginn der Bohrungen für das Glasfaserkabel im Ort

veröffentlicht um 05.04.2011, 04:22 von Udo Key
Nach der Verlegung des Leerrohres für das Glasfaserkabels zwischen Markvippach und Bachstedt als Eigenleistung der Gemeinde ist nun im weiteren Ausbau die Firma Netkom bzw. das beauftragte Bauunternehmen am Zug. Und heute früh stand auch schon die Technik für das unterirdische Bohren ab Schaltkasten bis zum "Kopfloch" des verlegten Leerrohres bereit. Dabei kommt hochmoderne Technik zum Einsatz. Computergesteuert wird mittels Wasserdruck quer durch den Dorfplatz und unter der Straße gebohrt und ebenfalls ein Leerrohr verlegt. Dabei wird mittels Ortung jederzeit festgestellt wo sich der Bohrkopf befindet und notfalls in die Richtige Richtung gelenkt.

Wir haben einige Anfragen von Bürgern ob das mit dem 22.04. denn wirklich klappt. Ich kann dazu sagen, das die ersten Haushalte bereits die Auftragsbestätigung mit Schalttermin im Briefkasten haben. Diese Schalttermine liegen meist am 26.04.2011, da dies der erste Werktag nach Ostern ist. Der 22.04. ist Karfreitag und daher nur der theoretische Termin für die Ausführung der ersten Freischaltungen ist. Wir haben auf jeden Fall die längste Zeit gewartet und das Ziel ist sehr nah.

Bei den Baumaßnahmen kam es leider auch zu bösen Stimmen, das die Gemeinde hier "sinnlos Geld zum Fenster raus wirft" und das gar nicht notwendig wäre, da bis 2014 die Bundesregierung eh allen schnelles Internet mit 50 Mbit versprochen hat. Dazu kann ich nur sagen, das man den Satz fertig lesen sollte - 75% der Haushalte sollen VDSL
haben. In diesem Zusammenhang sollten bereits bis Ende 2010 100% mindestens 1 Mbit haben (siehe Flyer Anfang Dezember von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle). Leider wurde dieses Ziel nicht erreicht und wurde auch bis jetzt noch nicht von der Bundesregierung realisiert. Gehen Sie also davon aus, das wir 2014 mal wieder zu den 25% gehört hätten. Als Bürger der neuen Bundesländer sollten wir uns von 1989 her eigentlich dran erinnern, das wir es nur selbst in die Hand nehmen können wenn wir was ändern wollen.
Sinnlos ist diese Investition auch in dem Zusammenhang nicht, weil wir hier auf eine zukunftsorientierte Technologie aufbauen, welche derzeit nur zu 30% Ihrer Möglichkeiten ausschöpft und nicht wie bei Funklösungen am "Anschlag" bzw. bereits 110% liegt. Ich denke aber, das diese Diskussionen in den nächsten Jahren verstummen werden, da VDSL sich zu den Grundbedürfnissen vieler Haushalte in unserer Gemeinde entwickeln wird und niemand sich in die Steinzeit von 2010 zurückversetzt werden möchte. Oder wer möchte heute noch sein Trinkwasser von Brunnen holen wenn man die Wasserleitung im Haus haben kann. Eine zukunftsorientierte Infrastruktur ist Grundlage für die Ansiedlung von Gewerbe und damit für Einnahmequellen für die Gemeindekasse. Somit gleicht sich rasch die Bilanz wieder aus.

Udo Key
GR-Mitglied



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