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Jetzt spricht die Mehrheit der Gemeinderäte von Markvippach und Bachstedt

veröffentlicht um 25.05.2013, 04:42 von Udo Key

Schreiben auch per Postwurf am 25.05.2013, nachmittags, in Ihrem Briefkasten zu finden!


Wir möchten Sie bitten am Sonntag, den 26. Mai 2013 von Ihrem Recht, einen Bürgermeister für unsere Gemeinde zu wählen, Gebrauch zu machen.

Gleichzeitig möchten wir mit diesem Schreiben auf die Ereignisse der jüngeren Vergangenheit unserer Gemeinde Stellung beziehen und Sie über bestimmte Dinge, die in fälschlicher, vertuschender und unwahrer Weise durch das Schreiben des zurückgetretenen BM Michael Schneider mit seiner gestrigen Wurfsendung in Umlauf gebracht worden sind zu informieren.

Ja es ist richtig, die Mehrheit des Gemeinderates  hat das Vertrauen in Herrn Schneider durch sein Wirken und Auftreten in und außerhalb der Gemeinde verloren. Diesem Verlust sind viele Verfehlungen in der Ausübung seines Ehrenamtes vorausgegangen. Diese Verfehlungen fanden ihren Höhepunkt in der schlechten Außendarstellung unserer Gemeinde in der VG und dem Kreis, in der mehrfachen direkten Bedrohung von Mitarbeitern der Gemeinde, Bevormundung und Androhungen gegen Mitglieder des Gemeinderates, sowie durch inhaltlich falscher Schreiben an Arbeitgeber von Gemeinderäten.

Um seinen selbstherrlichen Alleingängen Einhalt zu gebieten und um vor allem unserer Verantwortung als frei gewählte Gemeinderäte zum Wohle unserer Gemeinde gerecht zu werden, wurde Herrn Schneider das Vertrauen mit überwiegender und auch erforderlichen Mehrheit von 2/3 des Gemeinderates entzogen.

Wir haben nach dem Rücktritt von M. Schneider absichtlich auf eine Einwohnerversammlung verzichtet. Grund dafür war unsere Einstellung keine „Schlammschlacht“ kein „Nachtreten“ oder Ähnliches zu provozieren, um uns so schnell wie möglich auf die eigentlich wichtigen Dinge konzentrieren zu können.

Leider wurden wir gestern mit der ominösen Wurfsendung von Herrn Schneider eines Besseren belehrt. Deshalb haben wir uns kurzfristig entschlossen, Sie, liebe Bewohner von Markvippach und Bachstedt, einen Tag vor der Wahl des neuen Bürgermeisters über angesprochene Sachverhalte zu informieren und aufzuklären:

Dem Rücktritt von Herrn Schneider, der ihm eine peinliche und in Thüringen wohl bisher einmalige Abwahl erspart hat, gingen viele Gespräche voran. Herr Schneider stellte uns gegenüber die Forderung, „er tritt nur zurück, wenn die Gemeinde Markvippach seine Ausbildung zum Verwaltungsfachwirt weiterhin in voller Höhe bezahlt“. Weiterhin stellte er die Forderung, daß ihm die durch die Gemeinde zur Verfügung gestellten Fachbücher (in 2013 im Wert von ca. 800,00 Euro) weiterhin zur Verfügung stehen.

Seine Ausbildung läuft nun schon mehr als 2,5 Jahre und wir haben berechtigte Zweifel, ob es zu einem positiven Abschluss reichen wird. Denn er kann bis heute nicht zwischen Verwaltungshaushalt und Vermögenshaushalt unterscheiden. Und das ist das Mindeste was von einem in Ausbildung befindlichen Fernstudenten erwartet werden sollte.

Es ist gesetzlich geregelt, dass die laufenden Kosten der Gemeinde (Personalkosten, Strom, Heizung etc.) nicht aus dem Vermögenshaushalt („Spareinlagen“) bedient werden dürfen. Die beschlossene Erhöhung des Kindergartenbeitrages basiert auf gesetzlichen Vorgaben, ist sozial abgefedert und nach Kindern im Haushalt gestaffelt. Wir haben in diversen Gesprächen die Situation des laufenden und auch kommenden Haushalt mit dem Elternbeirat besprochen, sowie die sachliche Notwendigkeit vor einigen Eltern, welche bei der betreffenden GR Sitzung anwesend waren, noch mal erläutert. Anhand der derzeitigen Situation in Erfurt und vielen anderen Orten wissen Sie, dass unser Kindergarten bei weitem nicht zu den teuersten Einrichtungen in Thüringen gehört. Wir haben einen modernen, stetig durch Um- und Ausbauarbeiten und durch die aktive Mitarbeit der Eltern attraktiven und wie man anhand der hohen Kinderzahl sehen kann,  auch sehr beliebten Kindergarten.

Zum Punkt der Investitionen innerhalb der Gemeinde ist folgendes zu sagen. Dem Gemeinderat lag nie eine „Liste von Reparatur- und Verschönerungsarbeiten“ vor.

Dem jetzigen Gemeinderat liegen aber Wünsche und Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger vor, die bereits rege diskutiert und voran gebracht wurden.

So zum Beispiel:

-          Bau einer überdachten Spielfläche in der Kita,

-          Schaffung eines Seniorentreffs,

-          Schaffung eines Vereinsheimes

u.v.a. mehr. Wir wissen sehr genau um die eventuelle „Problematik einer Großgemeinde“ und werden deshalb weiterhin unsere Spareinlagen („Mitgift“) gezielt und durchdacht einsetzen, um - so lange wir darüber noch selbst entscheiden können - dieses Geld sinnvoll in unsere Gemeinde zu investieren. Anhand der oben genannten Beispiele können Sie sehen, dass einige Ziele bereits Formen angenommen haben. Sie sind herzlich eingeladen, sich bei den Sitzungen des Gemeinderates über den weiteren Fortschritt der laufenden und geplanten Projekte zu informieren.

Die große Mehrheit des Gemeinderates steht zu 100 % hinter der Kandidatur als ehrenamtliche Bürgermeisterin von Corinna Herre und freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle unserer Gemeinde.

Wir bitten Sie deshalb nochmals:         Gehen Sie zur Wahl!


Gezeichnet durch die Gemeinderäte der Gemeinde Markvippach:

 

Diana Bock                                         Udo Key                                              Dietrich Kirchner

 

Matthias Stock                                   Michael Udhardt

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