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Weihnachten gehen die Lichter aus?

veröffentlicht um 07.12.2015, 07:37 von Udo Key

Angezündet werden sie schon Ende November, wenn wir beginnen, das Lichter – Liebe – Geschenke – Fest zu feiern. Es erhellt die dunkelste Zeit des Jahres, weckt Erwartungen, lässt Kinderaugen leuchten, führt Menschen zusammen. 
Handel und Schaustellergewerbe zehren ein Jahr lang davon. Am 24. füllen sich dann auch die Kirchen. Hier wird an den Grund des Festes erinnert: Den Geburtstag des Kindes, das als Sohn Gottes in die Geschichte ein ging. Es wurde am 25. Dezember geboren, errechneten gelehrte Fromme des Abendlandes. 
Doch an diesem Tag bleiben selbst in vielen Kirchen die Lichter aus. Man trifft sich in den Familien, und dann ist Weihnachten vorbei?
Nicht für den, der diese Nacht als Heilige Nacht feiert und den Mensch gewordenen Gott im Herzen heim trägt. Gott kommt zu mir: Ich bin nicht allein. Ich kann mit ihm reden, seine Geschichten und Weisungen lesen.
Er nimmt mir die Angst und macht mich neugierig auf die Dimension, aus der er kam und in die er zurück kehrte und in die ich ihm folgen will. Er liebt mich – trotz meiner Grenzen und Fehler. Er lehrt mich zu lieben - auch meinen „Feind“, auch den Fremden. Es ist spannend, mit ihm zu rechnen. Was er mir zu sagt und zu mutet, überrascht mich oft – wie die Jahreslosung 2016 aus dem Prophetenbuch Jesaja 66,13

Gott spricht:
Ich will euch trösten, wie einen eine Mutter tröstet.

Die schlechte Nachricht: Leid trifft auch Christen. Die gute: Auch im Leid ist Gott nah. Er gibt Leben über alle Grenzen hinaus- auch die des Todes. Er tröstet, Gott Vater – wie eine Mutter! Wie viele andere habe auch ich es oft in Anspruch genommen und erfahren, und deshalb ist das Fest für Christen am 25.12. nicht zu Ende sondern beginnt da! 
Solange mein Sohn bei mir wohnte, stellte ich erst am 24. den Baum auf, der nach Sonnenuntergang das erste Mal angezündet wurde, weil in Israel damals der Tag, so auch der 25.12., mit dem Sonnenuntergang begann, nicht erst Mitternacht! 
Und er durfte 40 Tage lang brennen, bis zum 2. Februar, dem Tag, an dem Maria ihr Reinigungsopfer im Tempel dar zu bringen hatte, und der als Lichtmeß das Weihnachtsfest beschließt: Traditionell mit dem Weihen und Verteilen von Kerzen. 
Doch entscheidend sind nicht unsere Lichter, die wir entzünden, sondern ob wir Gott, das Licht des Lebens, in uns tragen und durch uns in diese Welt leuchten lassen!

Ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes Neues Jahr wünscht Ihnen 
Ihre Pastorin Eckert

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