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Gegendarstellung zum Artikel „Probeaufstand der Jugend – dann ersticken wir eben in unserem eigenen Müll!“

veröffentlicht um 27.04.2011, 11:29 von Udo Key   [ aktualisiert: 03.05.2011, 07:57 ]
Aufgrund der doch regen Reaktion im Gästebuch sehe ich mich veranlasst die Reaktion der Jugend in einem zusammenhängenden Artikel zu veröffentlichen.
Dieser Artikel wurde mir von einem Vertreter des Jugendclubs mit der Bitte um Anonymität bei der Veröffentlichung zugesandt. Das respektiere ich.
Wie ich aber auch schon in diesem Zusammenhang auf Facebook gepostet habe - ich mache das nur aus Gründen der demokratischen Meinungsfreiheit. Dies ist kein Bekenntnis zu der Meinung des Jugendclubs durch mich oder den Gemeinderat. Hier hat jedes GR Mitglied seine eigene Meinung und meine wird der Jugend auch nicht gefallen.
Es muss und wird eine persönliche Aussprache darüber geben. Es kann und wird keine persönliche Sache zwischen der Jugend und dem Bürgermeister sein, da der Jugendclub Gemeideeigentum ist und bleibt. Die Jugend ist ein Teil davon, aber nicht das Ganze und damit Gast wie jeder andere auch. Und wie man sich als Gast verhält weiß ein jeder.

Falls jemand sich mal als Gast etwas daneben benommen hat, dann hat er bestimmt schon erfahren wie schnell aus einer Ein- eine Ausladung wird.
Aber hier nun der Artikel, bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.
(gez. Udo Key)

"Einen schönen Artikel hat unser lieber Bürgermeister da verfasst. Nur leider stimmt nicht alles und das muss mal klargestellt werden.

  1. Es sind schon mal nicht alle Jugendlichen über 18 Jahre alt und manche sogar noch darunter.
  2. Wenn unser lieber Bürgermeister sachlich geblieben wäre und normal mit uns geredet hätte, wäre er ganz sicher auch nicht beleidigt wurden.
  3. „Gemeinde als Sponsor ihrer Vergnügungen und Freizeitgestaltung“ ???

      Ich möchte gerne wissen wozu ein Jugendclub da ist, wenn nicht zur Freizeitgestaltung.

  1. Gegenleistungen erhält die Gemeinde auch nicht?? Wie schon in anderen Kommentaren geschrieben wurde die Räumlichkeit bereits mehrmals von der Jugend renoviert ohne eine Gegenleistung erhalten zu haben. Einrichtung haben wir praktisch auch keine, denn das was da ist (ausgenommen Küche, 2 Tische die schon seit ca. 20 Jahren drin stehen und eines TV-Geräts, wobei allerdings nur das Gerät selbst von der Gemeinde bezahlt (gebraucht gekauft und von der Jugend besorgt) wurde und nicht die Empfangsanlage inklusive Receiver und Kabeln) wurde alles von uns selbst organisiert.

5.   Die Toiletten wurden uns ja nicht mal nach der Renovierung in einwandfreiem    Zustand übergeben (Schimmelproblem, oder war es doch Urin im Fensterbrett??) und       so dreckig sehen die bei Weitem nicht aus.

6.   Der Holzhaufen: Irgendwie kommt es mir so vor als wäre das nur Schikane vom  Bürgermeister gewesen diesen hin schütten zu lassen. Zwei Wochen nachdem wir uns          das Holz mit der Schubkarre selbst geholt haben und den Schuppen gefüllt haben liegt auf einmal Holz da. Ist doch klar, dass das Holz liegen bleibt, darauf war man     vielleicht sogar aus. Wohin denn auch damit? Raus in den Regen, um es verfaulen zu lassen?

      Und kommen Sie mir bitte nicht mit dem Satz „Räumt es doch in den Schuppen“,  denn selbst wenn dieser mittlerweile nur noch Halbvoll ist möchten wir trotzdem kein   nasses Holz auf dem trockenem liegen haben, denn dieses hat in kalten Wintern einen doch eher schlechten Heizwert…

  1. Wir haben sogar eine Säge und Axt im Jugendclub. Nur leider funktioniert diese Säge nur per Hand und dadurch gestaltet sich der Sägevorgang bei zwei Multicarladungen Holz sehr schwer. Außerdem brauch ich nicht anzufangen auf dem Holz rumzuhacken, bevor dieses nicht auf Länge gesägt wurde.
  2. Die Bühne war aufgeräumt lieber Bürgermeister. Bis die armen Kinder mit Fußbällen auf die Vitrine geschossen haben, sodass die Glasscherben heraus gebrochen sind.
  3. Auf der Mülltonne steht groß KEINE HEISSE ASCHE EINFÜLLEN. Daran versuchen wir uns zu halten um Ärger und Kosten zu vermeiden. Das erklärt sowohl den Dreck vor dem Ofen, was vermutlich wenn es Frisch raus fällt Glut und heiße Asche ist, als auch die Asche und verkohlten Holzstücke auf dem Platz (nicht den gesamten Platz, sondern nur an der abgesicherten Feuerstelle), die meist nach dem Ablöschen mit Wasser auch noch heiß oder glühend sind. Allerdings kann man ja mal ausprobieren was so eine Plastiktonne aushält. Außerdem hätten die Kinder zum bemalen der Bühne genauso gut einen Klumpen Dreck, wie er Meterhoch auf dem Grundstück des Bürgermeisters zu finden ist verwenden können.
  4. Bei dem „Kunststoff“, wobei es sich wohl um die Plane handelt die eine ganze Zeit da lag möchte ich Ihnen Recht geben, aber anscheinend scheint sich die Gemeinde auch nicht so sehr daran zu stören, denn der Gemeindearbeiter wurde nicht damit beauftragt die Plane zu Entsorgen und  angesprochen hat man uns drauf auch nicht. Wie denn auch als der Bürgermeister mir das letzte mal gesagt hat er möchte mal mit uns reden hat es DREI Monate gedauert bis ich ihn mal wieder zu Gesicht bekommen habe (und das auch nur weil ich zur Sprechstunde gegangen bin).
  5. Das Konzept muss erstellt werden, da gebe ich Recht, aber hat denn die heranwachsende Jugend schon einmal persönlich mit Ihnen darüber Gesprochen lieber Bürgermeister? Der Schmierzettel war Anonym und kann von jedem kommen.
  6. Mit Alkohol hat keiner von uns Probleme, nur ohne. Erstens geht Sie, auch als fürsorglicher Bürgermeister mein Trinkverhalten nichts an, und zweitens nicht wie viel Geld ich dafür oder für etwas anderes ausgebe. Oder muss ich Ihnen jetzt meine Kontoauszüge zeigen, dass mir Bewiesen wird ich könne selbst Reinigungsmittel etc. kaufen?

Uns wird Holz vor die Hütte geschmissen, aber nichts zum anzünden.

Wir sollen sauber machen, haben aber keine Reinigungsmittel.

Wir sollen Konzepte aufstellen, über die keiner mit uns redet.

Natürlich ist nicht alles Selbstverständlich im Leben, aber dafür gehen wir ja schließlich die meiste Zeit unseres Lebens arbeiten…

Das war eine spontane, mittlerweile überarbeitete, Reaktion auf den Artikel des Bürgermeisters.

Urteilen Sie selbst liebe Leserinnen und Leser"

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