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Heimatglocken - Markvippach 1914-04

veröffentlicht um 19.04.2013, 04:03 von Udo Key

Quelle: Manfred Schiller, Schloßvippach

Geboren: ein totes Mägdlein dem Oberschweizer auf hiesigem Rittergut Karl Emil Baumann u. sr. Ehefrau Anna Auguste geb. Vogel, am 8. März. Unsre diesjährigen Konfirmanden sind: Edwin Wächter, Heinrich Salomon, Max Angermann, Paul Focke, Hedwig Kästner, Toni Wegfraß, Frieda Büchner, Lydia Herrmann, Lina Dittmar, Hildegard Holstein. Von den 10 Konfirmanden wurden 16 Mk. Gesammelt, 12 Mk: für den Gustav-Adolf Verein, 4 Mk. Für die Heidenmission. – An kirchlichen Gaben gingen im ersten Vierteljahr 1914 noch ein: 11,50 Mk. Hauskollekte für die Heidenmission (56 Geber), 12,40 Mk. Landkollekte für Kieselbach und Diedorf (52 Geber). Von Frau Kapitän Kirchhoff erhielt ich 70 Mk. Zugesandt; ich durfte davon für alle Konfirmanden wieder Gesangbücher beschaffen, 25 Mk.), das übrige Geld soll noch für kirchliche Zwecke, insbesondere für die Verschönerung der Kirche Verwendung finden. Für die Heimatglocken habe ich noch erhalten von B.Z. Stadtilm 1 Mk. Und K.B. Leipzig-Gohlis 2 Mk. Für alle diese Gaben auch an dieser Stelle herzlichen Dank! Von allerlei Krankheit in diesem und jenem Haus ist wieder zu berichten. Emma Gose ist nach fast 1 ½ jährlicher Abwesenheit aus dem Krankenhaus in Erfurt zu ihrer Familie zurückgekehrt. Nun muß die linke Hand die meiste Arbeit tun, und was von der rechten geblieben, muß lernen der linken zu helfen. Alfred Roth hat durch Kopfrose und schweren Gelenkrheumatismus schon lange viel zu leiden, der Oberschweizer hat infolge Bruchs des rechten Ellenbogens lange Wochen seinen Beruf nicht ausüben können. Und Manches von den alten Leuten, die bei der hässlichen stürmischen Märzwitterung unter Beklemmungen und Atemnot gelitten haben, sehnt warme sonnige Frühlingstage herbei. Im verflossenen Monat ist nun auch Schluß mit den Vereinsvergnügungen gemacht worden. Es war der Gesangverein, der am 1. März sein Stiftungsfest mit Gesang und Aufführungen und am 22. März ein Kränzchen mit gemeinsamen Mahl feierte, das dadurch allerlei treffende Worte über den Gesang und die Aufgabe unsrer Gesangvereine gewürzt ward. – Der Frauenverein kam am 31. März zusammen; er durfte sich der Mitteilung freuen, dass ihm vom Hauptfrauenverein eine Unterstützung von 20 Mk. Zuteil wird.                                                                                                                                                                                                        Reuße.

 

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